Eine künstlerische Kooperation von meiner Wenigkeit und Claudia Heintze mit Ansicht sonderbarer Welten und herzlichem Gruß der Fantasie.



Über die Poesie

Ein Augenblick, ein Zwinkern, ein fallender Stern am Nachthimmel, kaum bemerkt, schon ist es vorüber. Zurück bleibt nur die Ahnung, nur der Hauch eines Gefühls des Erlebten. Das Vergessen fragt sofort: War es echt? War es wahr? Die Poesie sagt Ja und macht sich auf die Suche nach dem Unscheinbaren, dem Scheuen, dem Besonderen. Die Worte wollen retten, was die Flut der Wahrnehmung sonst mit sich reißt, was schon zu versinken droht im Einerlei des Tages. Und einmal aufs Papier gebracht, in Sicherheit bei den schwarzen Buchstaben, fehlt nur noch der Blick eines Lesenden und die Befreiung gelingt: Das Leben erwacht im Kaleidoskop der eigenen Fantasie.

Über die Zeichnungen

Gräsermeer oder Muskelstrang? Ein Fetzen Fell oder ein fremdartiges Wesen? Eine Haselnuss oder der Blick ins Universum? Nie ist ganz klar, was da auf dem Papier gezeichnet ist, zu was sich die feinen Schattierungen, die nuancenreichen Liniengebilde und die genauen Formen zusammenfügen. Gewiss ist nur, dass sie zum Leben erwachen, im Auge des Einzelnen und in seiner Vorstellungswelt. Dort treffen sie auf das je Eigene, auf Erfahrenes, Gesehenes und Gespürtes, wollen eingeordnet, wollen zugeordnet werden. Und doch entziehen sie sich immer wieder jeder klaren Definition, aus Muskelstrang wird wieder Gräsermeer. Was bleibt ist das sonderbare Gefühl alles zu erkennen und trotzdem nicht völlig zu verstehen.